Kaum jemand im Kahlgrund oder den angrenzenden hessischen Landkreisen, der den
Hahnenkamm
(437 m ü.M) nicht kennt. Von Kindesbeinen an durch unzählige Kingergarten- und Schulausflüge
hat sich der Hahnenkamm mit seiner Gaststätte und dem Aussichtsturm in den Köpfen und Lebensläufen
der Menschen in der Region verankert. Zu erreichen ist der Hahnenkamm auf markierten Wanderwegen unterschiedlicher
Schwierigkeitsgrade von allen Seiten, von Alzenau und seinen Ortsteilen Kälberau, Michelbach, Hörstein und Wasserlos
ebenso wie von Niedersteinbach und den Mömbriser Ortsteilen.
Aber nicht nur aus der näheren Umgebung kommen die Besucher
heute, mit der Motorisierung der letzten Jahrzehnte erweiterte sich der Freundeskreis dieses wunderschönen Ausflugsziels
inmitten dichten, grünen Spessart-Laubwalds weit über die unmittelbaren Anliegerorte hinaus - Besucher aus dem
"fernen Frankfurt" sind heute nicht die Ausnahme sondern die Regel. Für die Biker aus weitem Umkreis wurden die
"Steilstrecken" auf den Berg zur idealen Trainingsstrecke.
Der 120 Jahre alte ist nicht nur eines der Wahrzeichen
Alzenaus, er bietet als Aussichtsturm einen weiten
Blick über Spessart, Vogelsberg, Taunus und Odenwald.
Errichtet wurde der Turm im Jahre 1880 aus Anlaß des 700-jährigen Thronjubiläums der Wittelsbacher
und nach dem Bayernkönig Ludwig I benannt.
Seine ursprüngliche Höhe reichte nur bis zur heutigen ersten Plattform, der obere Teil wurde 1936 aufgesetzt, da in der
Zwischenzeit der umgebende Wald eine Höhe erreicht hatte, welche die Aussicht beeinträchtigte. Der Turm kann während der
Öffnungszeiten der angrenzenden Berggaststätte, täglich außer montags, bestiegen werden.
Der Berggasthof übrigens ist in seinen Ursprüngen nicht sehr viel jünger, allerdings wurde er nach
schweren Kriegsschäden 1948 wieder neu aufgebaut und in der Folgezeit immer wieder erweitert und renoviert. Beispielsweise
wurde erst Anfang der sechziger Jahre das elektrische Licht "auf den Berg" gebracht, auch das Telefon ist noch nicht so alt.
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